Verkehrserziehung: Auch die Teilnahme am Straßenverkehr muss gelernt werden

Hinweise für den kommenden Schulbeginn

Verkehrserziehung: Auch die Teilnahme am Straßenverkehr muss gelernt werden!

  • Vorsicht St raßenverkehr: Diese Fehler begehen Kinder besonders häufig
  • Besondere Risikogruppen: Jungen st ärker gefährdet als Mädchen
  • Verkehrserziehung: Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit
  • Verkehrssicherheit s-Debat t e: Digit ale Lernangebot e zur modernen Wissensvermit t lung

 

Berlin, den 24. Juli 2018 – Er ist etwas ganz besonderes und erfüllt die Elt ern zu Recht mit Stolz: Der Tag der Einschulung markiert einen neuen Abschnitt im Leben der Sprösslinge und verkörpert einen wicht igen Schritt in Richt ung Selbst st ändigkeit. Erstklässler (oft mals auch als ABC-Schüt zen bezeichnet ) sehen sich dabei einer ganzen Reihe neuer Herausforderungen ausgesetzt. Vor allem der Schulweg – zumeist die erst e Rout e, die ein Kind eigenst ändig beschreitet – birgt zahlreiche Risiken für den im Straßenverkehr noch unerfahrenen Schüler. Allein im let zten Jahr wurden, so die Geset zliche Unfallversicherung (GDUV), deutschlandweit 105.319 Schulwegunfälle gemeldet. Um die Verkehrssicherheit der lieben Kleinen zu erhöhen, müssen gewisse Maßnahmen getroffen werden. Und hierbei stehen allen voran die Elt ern in der Pflicht .

 

Häufiges Fehlverhalt en von Kindern im Straßenverkehr

Das statistische   Bundesamt   ermittelte   auf   der   Grundlage   der   polizeilich   erfasst en Straßenverkehrsunfälle mit Personenschäden des Jahres 2016 die häufigsten, zum Unfall führende Fehlverhalten von Kindern zwischen 6 und 14 Jahren, die zu Fuß oder mit dem Rad unt erwegs waren. Unt er den kindlichen Fußgängern kam es im Besonderen zu folgenden falschen Verhalt ensweisen:

 

  • in 87,4 % der Fälle: Fehler beim Überschreiten der Fahrbahn
  • davon 55,5 %der Fälle: Außerachtlassung des Fahrzeugverkehrs
  • davon 26,7 %der Fälle: plötzliches Hervort reten hinter Sichthindernissen
  • in 4,3 %der Fälle: Spielen auf oder neben der Fahrbahn

 

Bei den kindlichen Radfahrern führte ein inkorrekter St raßengebrauch (21,4 %) zu den allermeisten Unfällen, wobei am häufigst en die falsche Fahrbahn genut zt wurde. Um diese fehlerhaft en Verhalt ensweisen auf ein Minimum reduzieren zu können, kommt die Verkehrserziehung zum Einsat z. Hierunt er verstehen sich zunächst alle Maßnahmen, die dazu dienen, ein korrektes und angepasst es Verhalt en im Straßenverkehr zu erlernen. Dabei werden die beiden Komponenten Unt erricht und Erziehung miteinander verbunden. Ziel ist einerseits die Vermittlung des notwendigen Wissens über die Vorschriften   und     Regeln   für   die   Teilnahme   am     Verkehr.     Andererseits   gilt     es, Verant wortungsbewusst sein und Selbstdisziplin zu schulen, um eine gewissenhafte Umset zung des erlernten Wissens zu fördern.

 

Besondere Risikogruppen

Äußerst gefahrenträcht ig scheint der Nachhauseweg von der Schule zu sein: Gemäß der Auswert ung aus dem Jahr 2016 verunglückt en die meisten Kinder zwischen 15 und 18 Uhr. Damit ist auch die am Nachmit tag verbracht e Freizeit an der Frischluft mit inbegriffen. Ebenfalls seien Jungen, was Straßenverkehrsunfälle betrifft , st ärker gefährdet. So beziffert e sich die Anzahl verunglückt er Buben im Jahre 2015 auf 55,7 %, während die der Mädchen bei 44,3 % lag. Die Ursachen hierfür könnt en in einer erhöht en Beteiligung am Verkehr sowie einer gesteigert en Risikobereitschaft liegen.

 

Verkehrserziehung: Wer, wie und wann?

Besonders das Verhalten der Elt ern und anderer Vert rauenspersonen beeinflussen das Kind regelmäßig in Sachen Verkehrserziehung. Unt erbewusst werden die von diesen Personen an den Tag gelegten Verhalt ensweisen von den Kindern internalisiert und adaptiert. Erziehungsberecht igte und Bekannte sollten daher stets darum bemüht sein, als gute Vorbilder aufzutret en – auch wenn das bedeutet , auf das Umschalten der Ampel zu warten und in der Folge den Bus zu verpassen. Schon kleine Kinder sind im Alter von 3 Jahren teils schon dazu fähig, elementare Verkehrsregeln – z.B. die Funkt ion der unt erschiedlichen Ampelfarben – zu verst ehen. In aller Regel bildet sich zumeist erst ab dem siebten Lebensjahr ein Verst ändnis dafür, dass spezielle Verhaltensweisen gravierende Folgen haben können; erst dann et abliert sich das Vermögen zur Risikoeinschät zung. Mit dem neunten Lebensjahr et wa kommt das Verständnis für vorbeugende Handlungsweisen, d.h. dafür, wie sich die Gefahr eines Unfalls möglicherweise verringern lässt, auf. Ein längerfrist iges Konzentrationsvermögen und die Fähigkeit, Reizen aus der Umwelt standzuhalt en, entwickeln sich im Regelfall ab einem Alt er von 13 Jahren. Grundsät zlich kann mit der Verkehrserziehung schon früh begonnen werden, wobei es jedoch stet s auf eine alt ersgerechte Vermitt lung des Wissens zu achten gilt . In Kindergarten und Schule greift selbiger Grundsat z: Die Lerninhalte sollt en auf das jeweilige Ent wicklungsst adium abgest immt sein.

 

Verlangen nach mehr Sicherheit

Zwar ist die Zahl der Schulwegunfälle in den vergangenen Jahren durchaus zurückgegangen, doch best eht nach wie vor ein Interesse daran, die Sicherheit der Jüngst en unserer Gesellschaft im Straßenverkehr noch weiter zu erhöhen. So wird hierzu teils auf digit ale Lernangebote, wie beispielsweise Verkehrserziehungs-Apps, geset zt . In der Diskussion um eine erhöht e Verkehrssicherheit sehen manche in der Digitalisierung eine Chance, mehr Menschen zu erreichen und das Wissen um grundlegende Verkehrsregeln zu erhöhen. Bereits für die Zielgruppe kleiner Kinder gibt es solche Apps, die ein spielerisches Lernen ermöglichen.

 

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Zudem biet et das kost enfreie Rat geberportal www.bussgeldkataloge.de viele weit erführenden Rat geber zur Materie, u. a. zur Verkehrserziehung im Kindergarten und in der Grundschule, zur Verkehrserziehung mit dem Fahrrad und der Fahrradprüfung und zur Schulwegsicherheit .

 

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